
Schlafapnoe – wenn die Atmung nachts immer wieder aussetzt
Viele Menschen schnarchen. Das ist oft harmlos. Manchmal steckt aber mehr dahinter: Bei einer obstruktiven Schlafapnoe verengen sich die oberen Atemwege im Schlaf immer wieder oder fallen kurz ganz zusammen. Dann wird die Atmung deutlich schwächer oder setzt für kurze Zeit aus. Der Körper bekommt weniger Sauerstoff, und der Schlaf wird immer wieder gestört – oft ohne dass man es selbst bemerkt.
Typische Hinweise sind lautes Schnarchen, beobachtete Atempausen, nächtliches Luftschnappen, unruhiger Schlaf, morgendliche Kopfschmerzen, Mundtrockenheit am Morgen, starke Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme oder eine ungewöhnliche Reizbarkeit. Nicht jede schnarchende Person hat eine Schlafapnoe. Wenn aber Schnarchen zusammen mit Müdigkeit oder Atempausen auftritt, sollte man genauer hinschauen.
Eine Schlafapnoe kann grundsätzlich jeden treffen. Häufiger ist sie bei Übergewicht, mit zunehmendem Alter, bei engeren Atemwegen im Rachenbereich und wenn Alkohol, Beruhigungs- oder Schlafmittel die Muskulatur zusätzlich erschlaffen lassen. Männer sind häufiger betroffen, aber auch Frauen können eine Schlafapnoe haben.
Schlafapnoe ist nicht nur lästig. Wenn sie länger unerkannt bleibt, kann sie die Lebensqualität deutlich verschlechtern. Viele Betroffene sind tagsüber müde, weniger belastbar und im Straßenverkehr oder bei der Arbeit unkonzentriert. Außerdem ist Schlafapnoe mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Stoffwechselprobleme verbunden.
Am Anfang steht immer das Gespräch: Wie schlafen Sie? Schnarchen Sie? Wurden Atempausen beobachtet? Danach kann eine Schlafuntersuchung sinnvoll sein. Je nach Situation kommt ein tragbares Messgerät für zuhause infrage oder eine weiterführende Untersuchung im Schlaflabor. Im Schlaflabor können unter anderem Atmung, Sauerstoff, Puls, Blutdruck, Schlafstadien und Bewegungen genauer gemessen werden.
Die Behandlung richtet sich danach, wie stark die Beschwerden sind und was die Ursache ist. Häufig helfen Gewichtsreduktion, weniger Alkohol am Abend und das Vermeiden von Schlafmitteln, wenn diese nicht unbedingt nötig sind. Bei vielen Patientinnen und Patienten ist eine CPAP-Therapie sinnvoll: Dabei hält ein leicht überdruckunterstütztes Atemgerät die Atemwege nachts offen. In manchen Fällen kommen auch eine Unterkiefer-Protrusionsschiene oder, seltener, eine Operation oder Zungengrundschrittmacher infrage.
Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie stark schnarchen, sich morgens nicht erholt fühlen oder tagsüber häufig müde sind. Auch wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin Atempausen beobachtet, ist das ein wichtiger Hinweis. Je früher eine Schlafapnoe erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln.
Viele Menschen sind erleichtert, wenn die Ursache ihrer Beschwerden gefunden wird. Schlafapnoe ist gut abklärbar, und es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Sie müssen damit nicht allein bleiben.
STOP-Bang-Selbsttest
Dieser kurze Fragebogen kann Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Schlafapnoe geben. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
BMI wird automatisch berechnet.
Score: 0 von 8 Punkten.
Niedriges Risiko für obstruktive Schlafapnoe.
Hinweis: Dieser Selbsttest dient nur zur Orientierung. Eine Schlafapnoe kann nur durch eine geeignete ärztliche Diagnostik, zum Beispiel Polygraphie oder Polysomnographie, abgeklärt werden.
Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie in den folgenden Situationen einnicken oder einschlafen? Bitte beurteilen Sie Ihre übliche Situation in den letzten Wochen.
Bewertung:
0 = würde nie einnicken
1 = geringe Wahrscheinlichkeit
2 = mittlere Wahrscheinlichkeit
3 = hohe Wahrscheinlichkeit
ESS-Score: 0 von 24 Punkten.
Niedrige normale Tagesschläfrigkeit.
Hinweis: Dieser Selbsttest dient nur zur Orientierung. Eine erhöhte Tagesschläfrigkeit kann viele Ursachen haben. Bei auffälligem Ergebnis oder Beschwerden sprechen Sie uns bitte an.
Sollte bei Ihnen der Verdacht auf ein Schlafapnoesyndrom bestehen, sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie und klären gemeinsam, ob eine weitere Untersuchung sinnvoll ist.
Einen Termin können Sie telefonisch unter 05733 95514 oder bequem online buchen:
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